Brandmeisteranwärter/-innen

Das Brand- und Katastrophenschutzamt im Geschäftsbereich Ordnung und Sicherheit schreibt für 2020 folgende Ausbildungsplätze aus:

Brandmeisteranwärter/-innen (Laufbahngruppe 1, 2. Einstiegsebene)

Chiffre: AF BM3720

Ausbildungsdauer: 17. August 2020 bis 16. August 2022

Die Ausbildung erfolgt auf Grundlage der Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern über die Ausbildung und Prüfung für den feuerwehrtechnischen Dienst vom 23. Juni 2011.

In der zweijährigen Ausbildung (Vorbereitungsdienst) im Beamtenverhältnis auf Widerruf werden Sie auf die vielfältigen Aufgaben einer Berufsfeuerwehr bei der Brandbekämpfung, Hilfeleistung und im Rettungsdienst vorbereitet. Die Ausbildung umfasst mehrere theoretische Lehrgänge und praktische Ausbildungsabschnitte.

Während der praktischen Ausbildung

  • erfüllen Sie Weisungen Vorgesetzter während des Einsatzdienstes an Einsatzstellen und im Innendienst,
  • ist Ihre Mitarbeit bei der Erhaltung der Einsatzbereitschaft von Geräten und Ausrüstung sowie zur Werterhaltung gefragt,
  • erfüllen Sie Aufgaben einer Truppfrau/eines Truppmannes nach Feuerwehrdienstvorschrift entsprechend erreichtem Ausbildungsstand und
  • sind Sie entsprechend Ihrer Qualifikation im Rettungsdienst tätig.

Sie schließen die Ausbildung mit der Laufbahnprüfung für die Laufbahngruppe 1, zweite Einstiegsebene der Fachrichtung Feuerwehr an der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule Sachsen ab.

Beamtinnen/Beamte auf Widerruf erhalten während des gesamten Vorbereitungsdienstes Anwärterbezüge nach den geltenden Bestimmungen des Sächsischen Besoldungsgesetzes (SächsBesG).

Für bereits ausgebildete Notfallsanitäter/-innen ist für die Dauer der Laufbahnausbildung die Zahlung eines Anwärtersonderzuschlages in Höhe von 70 Prozent des Anwärtergrundbetrages geplant.

Für den Vorbereitungsdienst kann gemäß § 3 der Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern über die Ausbildung und Prüfung für den feuerwehrtechnischen Dienst (SächsFwAPO) zugelassen werden, wer

  • die persönlichen Voraussetzungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis erfüllt (§ 7 Abs. 1 Nr. 1 und 2 BeamtStG),
  • einen geeigneten Bildungsabschluss wie folgt nachweist:

1) Realschulabschluss oder

2) Abschluss einer Hauptschule und

a) eine für die Verwendung in der Feuerwehr förderliche abgeschlossene Berufsausbildung oder

b) eine nach einer sonstigen abgeschlossenen Berufsausbildung mindestens fünf Jahre in einer für die Verwendung in der Feuerwehr förderlichen Tätigkeit oder

3) einen als gleichwertig anerkannten Bildungsstand,

  • nach amtsärztlichem Gutachten über die erforderliche gesundheitliche und körperliche Eignung für den feuerwehrtechnischen Einsatzdienst verfügt (bitte Informationsblatt beachten),
  • das Deutsche Schwimmabzeichen - Bronze - erworben hat oder gleichwertige Leistungen nachweist,
  • aufgrund eines Auswahlverfahrens insbesondere in den Bereichen Sport, Höhentauglichkeit sowie mündlichem und schriftlichem Ausdruck, nach seinen charakterlichen, geistigen und körperlichen Anlagen für die Übernahme in den Vorbereitungsdienst geeignet erscheint, 
  • bei der Einstellung das 32. Lebensjahr noch nicht vollendet haben mit Ausnahme der Soldaten auf Zeit mit einem Dienstverhältnis von 12 Jahren
  • mindestens der Besitz der Fahrerlaubnis Klasse B

Wünschenswert sind zusätzlich:
  • der Besitz eines Führerscheins für Fahrzeuge über 7,5 t oder
  • eine abgeschlossene Ausbildung im Bereich Rettungsdienst

Von den Bewerberinnen/Bewerbern wird nach der Ausbildung zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Dienstgeschäfte die Wohnortnähe zur Landeshauptstadt Dresden erwartet.

Für diesen Ausbildungsplatz ist eine Bewerbung ausschließlich über das Online-Bewerberportal vorgesehen. Dort haben Sie die Möglichkeit neben den allgemeinen Angaben zu Ihrer Person, auch den tabellarischen Lebenslauf und die geforderten Zeugnisse sowie Nachweise hochzuladen. E-Mail-Bewerbungen werden nicht berücksichtigt.

Zur Bearbeitung der Bewerbung werden Ihre personenbezogenen Daten unter Beachtung der EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) in maschinenlesbarer Form im Personalmanagementsystem bis zur Beendigung des Auswahlverfahrens gespeichert und ausschließlich für den Zweck dieses Verfahrens verarbeitet und genutzt. Ihre persönlichen Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.

Bewerberinnen/Bewerber, die nach der Vorauswahl zum Eignungstest zugelassen werden, haben folgende Veranstaltungen zu absolvieren:

  • Theoretischer Leistungstest
  • Praxistest
  • Schwimmen/Sporttest
  • Auswahlgespräche

Die einzelnen Auswahltests finden vom 10. bis 14. Februar 2020 sowie die Auswahlgespräche vom 17. bis 21. Februar 2020 statt.

Bewerbungsfrist: bis 15. November 2019


Informationsblatt (für Stellenausschreibungen)

über wesentliche gesundheitliche Anforderungen und mögliche Ausschlusskriterien im Vorfeld zu Ihrer Bewerbung in den feuerwehrtechnischen Einsatzdienst

Gesundheitliche Anforderungen:

  • kein Übergewicht (BMI über 27,5 kg/m2) bzw. Untergewicht (BMI unter 18 kg/m2).
  • keine Funktionsbehinderungen oder Bewegungseinschränkungen, die das Laufen, Stehen, Sitzen oder Schreiben beeinflussen
  • ausreichendes Sehvermögen auch ohne Sehhilfe (Brille/Kontaktlinse: optimale Korrektur darf +/- 3 Dioptrien nicht überschreiten)
  • leistungsfähiges Herz-Kreislaufsystem (da die Anforderungen an die Ausdauerleistungsfähigkeit besonders hoch sind, wird jede/er Bewerberin/er ausdrücklich empfohlen, sich mit Hilfe eines regelmäßigen Ausdauertrainings auf den Kreislauffunktionstest vorzubereiten)
  • saniertes, kariesfreies Gebiss. Kein herausnehmbarer Zahnersatz (Teil- oder Totalprothesen). Abgeschlossene kieferorthopädische Behandlung

Ausschlussgründe können insbesondere sein:

  • Zustand nach Bandscheibenoperationen
  • Wirbelgleiten
  • Augenlaseroperationen in den letzten 6 Monaten und Tragen von Kontaktlinsen (Ausgangsbefund vor OP nicht mehr als -5,0 bzw. +3,0 Dioptrien)
  • Allergien mit erforderlicher Dauermedikation
  • chronisch-rezidivierende Hauterkrankungen, z.B. Schuppenflechte, Neurodermitis
  • chronisch-rezidivierende Lungen- und Atemwegserkrankungen z.B. Asthma bronchiale, hyperreagibles Bronchialsystem
  • chronisch-rezidivierende Darmerkrankungen z.B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn
  • chronische Infektionen z.B. Hepatitis B und C
  • Blutgerinnungsstörungen
  • chronische Erkrankungen des zentralen Nervensystems z.B. hirnorganische Anfälle, Migräne
  • Störungen des Gehör-, Gleichgewichts- oder Geruchssinnes
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen abhängig von der Art der Störung (Befund des behandelnden Facharztes erforderlich). Entscheidung nach zusätzlicher Untersuchung durch den Amtsärztlichen Dienst.
  • Zuckererkrankungen (Diabetis mellitus)
  • Autoimmunerkrankungen z.B. Rheuma
  • Sprachfehler, die die Kommunikation beeinträchtigen
  • Selbsttötungsversuche
  • zurzeit laufende psychotherapeutische Behandlungen (bei bereits abgeschlossenen Therapiemaßnahmen sind entsprechende fachärztliche Befundberichte vorzulegen)
  • bei Zustand nach operativen Eingriffen an Gelenken ist ein aktueller orthopädischer oder unfallchirurgischer Befund erforderlich

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